Die Schwarze Kunst lädt zu Ausstellung und Gautschfest

Am Samstag, den 22. Oktober trifft sich in der Spielkartenfabrik der Verein für Schwarze Kunst zu seiner jährlichen Mitgliederversammlung. Erwartet werden ca. 30 SetzerInnen, DruckerInnen und GrafikerInnen aus dem gesamten Bundesgebiet.

Der Verein bildet ein großes, lebendiges Netzwerk von Druckern, Setzern, Gestaltern und anderen Schwarze-Kunst-Enthusiasten. Die über 100 Mitglieder sind über ganz Deutschland verteilt, einige in den Niederlanden, der Schweiz, in Österreich, Spanien, Italien und Frankreich.

mehr Infos gibts hier: https://www.verein-fuer-die-schwarze-kunst.de/

Im Anschluss an die Versammlung wird wieder eine Ausstellung mit Arbeiten der Walz-Stipendiaten eröffnet. Vorab werden die Stipendiaten ihre Arbeiten vorstellen und für eine Diskussion zu Verfügung stehen. Ab 17.00 Uhr wird Heike Schnotale, gelernte Schriftsetzerin, gegautscht. Der Verein für die Schwarze Kunst e.V. und die Buchdruckerin und Gautschmeisterin Anne König rufen weitere Packer, Schwammhalter und Zeugen aus Stralsund auf, den Festakt zu unterstützen. Ein ordentlicher Störtebeker-Umtrunk im Anschluss an das Gautschfest gehört natürlich dazu!

Das Team der Spielkartenfabrik Stralsund und der Vorstand des Vereins für die Schwarze Kunst e.V.


Die Typoreisende ist zu Gast

In dieser Woche ist Sabine Fehmer, Leiterin der Druckwerkstatt an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, zu Gast. Sie ist auf der Walz und besucht die verschiedensten Druckwerkstätten in Deutschland. Organisiert werden diese Aufenthalte vom Verein für Schwarze Kunst. Die Spielkartenfabrik ist die 3. Station. Sabine unterstützt uns bei der Vorbereitung unseres Druckfestivals Feste drucken im September. Auf ihrem Blog Die Typoreisende schreibt sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Sehr lesenswert.

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Indonesischer Adel und Schwermaschinen

Zum Internationalen Museumstag am Sonntag, den 15.5.2022, sind von 11 bis 16 Uhr eine Sammlung mit Kartenblättern der Vereinigten Stralsunder Spielkartenfabriken (V.S.S. AG) im Spiegel ihrer Zeit zu sehen.

Im Auftrag der Firma Van Duym & Co. aus Soerabaja (Surbaya) in Niederländisch-Ostindien, heute Indonesien, stellte die Fabrik 1885 Sonderkarten her, deren Bilder niederländische Offiziere und indonesische Fürst*innen und Inselbewohner*innen zeigen. Oberflächlich betrachtet muten diese Darstellungen wie ein Versuch der Völkerverständigung an. Im Zuge der blutigen Kolonialisierungsgeschichte der Niederlande herrschte aber auf der Insel Sumatra Krieg und die abgebildeten Personen stehen auch stellvertretend für einen zähen und blutigen 30-jährigen Krieg gegen die muslimische Bevölkerung. Weiterhin wird gezeigt, welche historischen Persönlichkeiten dem berühmten Berliner Bild als Pate gestanden haben oder wie Werbekarten des Art Déco Grafikers Erich Buchholz für den Duisburger Schwermaschinenhersteller DEMAG aussahen. Die kurzen Begleittexte versammeln bewusst nicht nüchterne Fakten, sondern interpretieren das geschichtliche Ereignis aus heutiger Sicht. Die Ausstellungsobjekte sind mit einer digitalen Tour verbunden, die zusätzliche Informationen zu den einzelnen Exponaten bietet.

 


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